Risiko- und Chancenmanagement

Das Risiko- und Chancenmanagement dient der Sicherung und Weiterentwicklung des IVG Konzerns und ist für alle Organisationseinheiten bindend. Der Vorstand ist für die Durchgängigkeit und angemessene Organisation des Risikomanagements verantwortlich. Das Konzerncontrolling und das Prozessmanagement unterstützen den Vorstand dabei. Das Risikomanagement wurde auch vor dem Hintergrund der Finanz- und Bankenkrise überarbeitet, um die relevanten Risiken noch schneller erkennen zu können. Die Berichterstattung des Finanzbereichs zur Liquiditätslage des Konzerns und des aktuellen Refinanzierungsbedarfes in Verbindung mit der Margenentwicklung erfolgt in der Regel in den wöchentlich stattfindenden Vorstandsbesprechungen sowie durch Ad-hoc-Meldungen bei entsprechenden Entwicklungen. Dabei wurde die enge Verzahnung mit den Kapitalbedarfsplanungen der Geschäftsbereiche verstärkt. Das Augenmerk auf die Entwicklung von [glossar] Covenants aus Finanzierungsverträgen wird im Hinblick auf die exogen bedingten hohen YieldShifts in den Marktwertermittlungen für die Immobilien und den damit verbundenen Reduktionen in den Marktwerten intensiviert.

Die Frequenz der eigenständigen Risikoberichterstattung wurde für das Geschäftsjahr 2009 von halbjährlich auf quartalsweise umgestellt. Elementare Bestandteile der Risikoberichterstattung sind dabei Simulationen und Szenarioanalysen für die Wertentwicklung der Immobilien, die Exits bei Projektentwicklungen und die Finanzplanung. Weiterhin wird unverändert im quartalsweise erfolgenden Standardreporting der Geschäftsbereiche und Gesprächen mit dem Gesamtvorstand über Risiken und Chancen berichtet. Für Risiken, die einen möglichen Vermögensnachteil >12,5 Mio. Euro ausmachen, besteht eine sofortige Berichterstattungspflicht an den Vorstand.

Die Interne Revision ist integraler Bestandteil des prozessunabhängigen Überwachungssystems. Bis zum 31.12.2008 wurden zunächst neun Prüfungen aus der Prüfungsplanung 2007 abgeschlossen, da sich deren Bearbeitung bis in das Kalenderjahr 2008 hinein erstreckte – weitere ausstehende Aktivitäten aus der Prüfungsplanung 2007 bestehen nicht mehr. Darüber hinaus wurden elf von 13 Prüfungen des Prüfungsplans 2008 abgeschlossen. Die Revision hat bis zum 31.12.2008 keine Risiken der definierten Risikoklassen 1 und 2 (Vermögensnachteil >2,5 Mio. Euro) festgestellt.

Die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) hat das Risikofrüherkennungssystem der IVG Immobilien AG im Rahmen der Konzernabschlussprüfung hinsichtlich der aktienrechtlichen Anforderungen untersucht. Es erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen, die an ein solches System zu stellen sind.